Endlich wieder Kino!

Endlich wieder Kino gucken! „Cinema Paradiso“, Foto: Cristaldi Film

Endlich wieder Kino!

Dank der Öffnung der Kinos können auch die Kölner Kino Nächte stattfinden

Fast drei Monate gab es kein Kino. Die Pandemie ist immer wieder dystopisches Thema im Kino. In der Wirklichkeit hat sie dazu geführt, dass das Kino im März vorläufig zum Stillstand kam. Sicher, man konnte sich Unmengen an Filmen anschauen in der Zeit des Lockdowns. Neben den üblichen Streamingangeboten boten auch die Mediatheken und im Zuge der kollektiven Kulturkrise geöffnete Archive spannendes, filmhistorisches Material. Doch nach all den Wochen ist mal wieder klar, was genau der Unterschied zwischen ‚irgendwo auf einem Screen einen Film gucken‘ und dem echten Kinoerlebnis ist. Nachdem im Laufe der ersten Junihälfte in Köln sämtliche Kinos wieder öffneten, kann vom 9. bis zum 12. Juli mit den 12. Kölner Kino Nächten nach langem Bangen nun auch wieder die jährliche „Leistungsschau“ der Kölner Kinoszene stattfinden.

Tatsächlich war lange nicht klar, ob die Kino Nächte in diesem Jahr in gewohnter Form stattfinden können. Jetzt, da eine Nutzung von Sälen bis 100 Zuschauern ohne Abstandsregeln möglich ist (vor dem 15. Juni durften nur ein Viertel der Plätze belegt werden) können die Veranstaltungen auf halbwegs wirtschaftlicher Basis und natürlich unter Beachtung der aktuellen Sicherheitsregeln stattfinden. Wer jedoch aufgrund der besonderen Lage ein stark abgespecktes Programm befürchtet, wird schnell eines Besseren belehrt. Die Kinonächte zeigen in Kooperation mit denKölner Kinos Cinenova, Filmpalette, Odeon, Off Broadway, Weisshaus Kino und Filmforum NRW (Open Air Kino gibt es im Cinenova, im MAKK – Museum für Angewandte Kunst, im Odonien und in der Alten Feuerwache) rund 50 Filme. Beteiligt an der Programmgestaltung sind Festivals und Filminitiativen wie das Film Festival Cologne, das Kurzfilmfestival, das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund / Köln, das Kinderfilmfestival Cinepänz, das Tanzfilmfestival Moovy, die Französischen Filmtage, Kinolatino, Köln im Film e.V. oder das Dokumentarfilmerinnen-Netzwerk LaDoc. Zahlreiche Kulturinstitutionen wie das Filmbüro NW, das Haus der Architektur, die Kunsthochschule für Medien Köln oder die internationale filmschule beteiligen sich an dem abwechslungsreichen Programm aus Previews, Premieren mit Gästen, Filmklassikern, Filmreihen, Kurzfilmprogrammen, Dokumentarfilmen und Kinderfilmen, so dass mit den zahlreichen Programmpunkten an den vier Tagen fast die ganze Palette des Kinos und der Kölner Kinoszene abgedeckt wird.

Das Gesamtticket für 18 Euro kann man online oder an den Kassen der teilnehmenden Kinos – dann ohne Vorverkaufsgebühr – erwerben.Eröffnet wird die viertägige Kino-Sause am im Innenhof der Alten Feuerwache am 9. Juli um 21.30 Uhr mit dem Film „Die Rote Linie“ von Karin de Miguel Wessendorf über den Widerstand im Hambacher Forst. Alleine am Donnerstagnachmittag und -abend laufen in diesem vollgepackten Programm bereits sieben Filme im Rahmen der Kino Nächte. Und so geht das bis Sonntag mit täglich rund zehn Vorführungen weiter, auf dass man den Kinoentzug der letzten Monate wieder kompensiert.

Kölner Kino Nächte | 9. – 12.7. | koelner-kino-naechte.de und choices.de

Autor

CHRISTIAN MEYER-PRÖPSTL

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