Musikfestivals im Ruhrgebiet

Ein Herz und eine Seele: Folkfestival Duisburg Foto: Christian Jelder

Musikfestivals im Ruhrgebiet

Umsonst, draußen, für alle

210 Euro fürs Ticket zum Großfestival – kann man machen. Muss man aber nicht. Open-Air-Feeling gibt’s auch jenseits der eigenen Favoriten-Playlist und der Big Names im Musikbusiness. Das kleine (oder auch größere) „Festival nebenan“ ist gern mal für musikalische Überraschungen gut. Diese drei kostenfreien Open-Airs im Juni locken Neugierige aus der Homezone.

Vielseitig, entspannt und familienfreundlich, das ist die Idee des Pfingst Open Air in Essen-Werden. 14 Acts von Indie über Pop bis Hip-Hop stehen am 5. Juni auf dem Programm. Dabei sind die humorbeflügelten Stuttgarter Rapper Die Orsons, der Elektropop-Geheimtipp Roosevelt, die Hip-Hop-Sarkasten Audio88 & Yassin sowie die Abrisspartypopband Chefboss. Hinzu kommen lokale Bands und musikalischer Nachwuchs. Bis zu 13.000 Besucherinnen und Besucher werden veranschlagt. Das Essener Jugendamt und der dortige Rockförderverein veranstalten das Ganze als eine Art Familienfest mit Flohmarkständen und ausreichend Platz, um friedliches Feiern zu ermöglichen. Finanziell steht das Festival jedes Jahr auf wackeligen Beinen, der Verkauf von Getränken zu recht fairen Preisen trägt dazu bei, dass es stattfinden kann.

Ehrenamtlich organisiert und mit dem Ziel, überschüssige Einnahmen guten Zwecken zu widmen: Das Folkfestival in Duisburg findet seit über 20 Jahren seine Fans. Am 10. Juni wird es beim Open-Air des Jugendzentrums Tempel bei ca. 5.000 bis 8.000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern wieder sehr persönlich zugehen. Zum Peace-and-Happiness-Feeling tragen DIY-Dekorationen, schöne Verkaufsstände und das relaxte Publikum bei – und natürlich die über 250 unbezahlten Helferinnen und Helfer. Mehr Liebe geht nicht. Benefizpartner ist dieses Jahr der Verein Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V., der sich für soziale und medizinische Hilfe für obdachlose Menschen engagiert. Und das Lineup? Das mitreißenden Royal Street Orchestra auf der Wiesenbühne, Sons of Settlers und Hannah Epperson auf der Mühlenbühne und noch einige Acts mehr, alles mit Herz und handgemacht.

Beim EselRock in Wesel am 16. und 17. Juni können es auch schon mal bis zu 15.000 Musikfans werden. Im Heubergpark fegt am Freitag M.I.A. mit Elektropop-Power als Hauptact über die Bühne, Samstag spielen Blackout Problems aus München melodischen Alternative Rock, gefolgt von Jupiter Jones mit zärtlich-lakonischem Poprock, und die Killerpilze stürmen die Seebühne mit deutschsprachigem Pickelpunk. 19 lokale und internationale Bands, von Kölschrock über Country bis Metal, über 14 Stunden Musik an zwei Tagen auf zwei Bühnen. Das Festival findet zum 10. Mal statt, auch hier sind es die ehrenamtlich Tätigen, die das Ganze erst möglich machen.

Pfingst Open Air Werden | Mo 5.6. 13 Uhr | Essen-Werden, im Löwental | openair-werden.de

Tempel-Folkfestival | Sa 10.6. 14 Uhr | Duisburg-Rheinhausen, Peschmannstr. 2 | www.folkfest.de

EselRock-Festival | Fr 16.6. Einlass 17 Uhr, Sa 17.6. Einlass 12 Uhr | Wesel, Im Heubergpark, Alte Roßmühlenstraße | www.eselrock.de

Autorin

MELANIE REDLBERGER

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