Es wird langsam „höchste Zeit“

Entspannt: die vielseitige Gerburg Jahnke (Ex-Missfits) Foto: Harald Hoffmann

Es wird langsam „höchste Zeit“

Im Ebertbad, beim ZFR und im Dortmunder Spiegelzelt

Welche Stadt kann schon von sich behaupten, ein Festivalareal ihr eigen zu nennen? Richtig! Bochum! Und Witten. Zwischen den beiden Ruhrgebiets-Ansiedlungen liegt nämlich der Kemnader Stausee, an dessen Ufer nun zum 9. Mal im Sommer in Folge das Zeltfestival Ruhr (ZFR) über die diversen Bühnen geht. Vom 19. August bis zum 4. September gastieren Bands und Solo-Künstler, ein Kunsthandwerkmarkt wird von ca. 100 Designern aufgebaut und rund 20 Gastronomen sorgen dafür, dass niemand verdurstet oder verhungert. Auch und vor allem nicht die Kinder, für die ein eigenes Programm zusammengestellt wurde. Hinzu kommen Auftritte von so großartigen Kleinkünstlern wie Frank Goosen, der mit „Was ist da los?“ sein funkelnagelneues Programm vorstellt (am 27.8. ausverkauft, Zusatzshow am 3.9.).

Wie sie an den Kemnader See kommen? Ganz einfach: Das Gelände des Zeltfestival Ruhr ist mit mehreren Buslinien über die Haltestelle „Freizeitbad Hevenedie“ zu erreichen, zusätzlich verkehrt während der Öffnungszeiten im 30-minütigen Rhythmus eine Sonderlinie zwischen Bochum Hauptbahnhof via Ruhr-Universität zum ZFR und wieder zurück. Details und Fahrplan im Internet unter ZFR.

In einem der insgesamt drei Eventzelte tritt – ebenfalls am 27.8. Gerburg Jahnke auf – unter dem Titel „Frau Jahnke… hat eingeladen!“ zeigen mehr oder minder bekannte Künstlerinnen, was sie drauf haben – nämlich eine ganze Menge. Das werden an diesem Abend sowohl Nessi Tausendschön (die am Mo., den 14.8. in der Reihe „… immer montags –Pommes, Currywurst und Bier“ im Dortmunder Spiegelzelt ihr neues Programm „Knietief im Paradies“ präsentiert) als auch Margie KinskyHazel Brugger und Rebecca Carrington mit ihrem Cello beweisen. Im Eintrittspreis enthalten: Eine Currywurst mit Pommes oder ein Salatteller sowie ein Getränk nach Wahl.

Derweil geht im Oberhausener Ebertbad mit „Höchste Zeit“ von Tilmannn von BlombergCarsten Gerlitz und Katja Wolff in einer Bearbeitung von Gerburg Jahnkeund Anna Bolk – also das Nachfolge-Stück von „Heiße Zeiten“ – über die Bühne (am 3., 4. und 5. und am 10., 11. und 12. 8.). Hatte Frau Jahnke das Stück bereits 2015 für das Hamburger St. Pauli Theater in Szene gesetzt, so kann sie in der Revue um Eheleid und -freud nun als Regisseurin auf einen reichen Erfahrungsfundus zurück greifen.

Mit einem Granaten-Ensemble, wie sie selbst betont, als da sind Nito Torres als seit Menschengedenken verheiratete Hausfrau, Susanne Hayo als Karriere orientierte, späte Braut, Anna Bolk als junge, unverlobte Mutter und die vornehme, in Scheidung lebende Constanze Jung. Alle anderen Rollen spielt HP Lengkeit, der Ex-Partner von Hennes Bender. Gerburg Jahnke betont in ihren autobiografischen Notizen: „Ich selbst bin immer noch nicht verheiratet und wüsste auch nicht, warum ich das tun sollte. Andere sind längst wieder geschieden, auch die Liebe scheint ein immer kürzer werdendes Haltbarkeitsdatum aufzuweisen.“ Womit die Frau mal wieder ins Schwarze getroffen hat – meint jedenfalls mit vielen guten Wünschen Ihre stets über Tage lebende

Gerburg Jahnke | So 27.8. 19 Uhr | Zeltfestival Ruhr | 0180 500 42 22

Nessi Tausendschön | Mo 14.8. 20 Uhr | Spiegelzelt Dortmund | 0231 14 25 25

„Höchste Zeit“ | 3., 4., 5., 10., 11., 12.8. 20 Uhr | Ebertbad Oberhausen | 0208  205 40 28

Autorin

ANNE NÜME

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